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<title>Multi-Monitor</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Multi-Monitor</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der Begriff <b>Multi-Monitor</b>, auch <i>Multi-Head</i> als Kurzform von <i>multi-head computer</i>, <i>multi-screen computer</i> (<i>Mehrschirmrechner</i>), <i>multi-display computer</i> oder <i>multi-monitor computer</i>, bezeichnet einen <a href="Computer" title="Computer">Rechner</a>, der statt über einen <a href="Bildschirm" title="Bildschirm">Bildschirm</a> über zwei (<i>Doppelschirmrechner</i>/<i>dual-head computer</i>) oder mehr Bildschirme verfügt. Multi-Head kann auch die Visualisierung über mehrere <a href="Videoprojektor" title="Videoprojektor">Videoprojektoren</a>, Fernsehgeräte oder andere Anzeigegeräte wie zum Beispiel ein <a href="Interaktives_Whiteboard" title="Interaktives Whiteboard">interaktives Whiteboard</a> einschließen. In jedem Fall wird eine Multi-Head-fähige <a href="Grafikkarte" title="Grafikkarte">Grafikkarte</a> mit mehreren Videoausgängen oder mehrere Grafikkarten in dem Computer benötigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Betriebsarten">Betriebsarten</h2></div>
<p>Diese Technologie kann auf verschiedene Arten eingesetzt werden. Die Arbeitsfläche kann um einen oder mehrere Bildschirme, welche jeweils einen Ausschnitt der Fläche anzeigen, zu einer zusammenhängenden, virtuellen Arbeitsfläche vergrößert werden (<i>Erweitern</i>/<i>Span</i>/<i>Expand</i>), auf den Bildschirmen werden unterschiedliche, unabhängige Ausgaben angezeigt oder dasselbe Bild wird mehrfach angezeigt (<i>Duplizieren</i>/<i>Clone</i>), zum Beispiel bei Präsentationen in getrennten Räumen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bereichserweiterung">Bereichserweiterung</h3></div>
<p>Es besteht die Möglichkeit, mehrere Bildschirme zu einem vertikalen oder horizontalen Bereich zusammenzufassen, wobei die Bildschirme mit derselben Auflösung angesprochen werden. Für die Software inkl. des Betriebssystems sieht es so aus, als gäbe es nur einen einzigen Bildschirm. Vorteil ist die daraus resultierende Performance, Nachteil jedoch, dass Bildschirme in der Regel breite Gehäuserahmen haben, die sich beim Maximieren eines Programms in dessen Mitte befinden. Diese Anzeigeart ist somit vor allem für rahmenlose Anzeigen mit identischer Größe und Auflösung interessant oder wenn die Unterteilung der Bildschirme softwareseitig möglich ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Desktoperweiterung">Desktoperweiterung</h3></div>
<p>Unter Windows ist die Möglichkeit, die Arbeitsfläche durch mehrere parallel angeschlossene Monitore zu erweitern, seit <a href="Windows_98" class="mw-redirect" title="Windows 98">Windows 98</a> gegeben. Auch <a href="Unix" title="Unix">Unix</a>-Derivate bieten unter dem Namen <a href="Xinerama" title="Xinerama">Xinerama</a> in Verbindung mit dem <a href="X-Window-System" class="mw-redirect" title="X-Window-System">X-Window-System</a> diese Möglichkeit, wobei spezielle X-Server-Erweiterungen wie Chromium sogar eine verteilte <a href="OpenGL" title="OpenGL">OpenGL</a>-3D-Beschleunigung ermöglichen. Bei Linux ist die Funktion seit <a href="Xfree86" class="mw-redirect" title="Xfree86">xfree86</a> Version 4 implementiert.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Verbreitet ist diese Konfiguration oftmals bei Grafikern und Programmierern, um die <a href="Drag-and-drop" class="mw-redirect" title="Drag-and-drop">Drag-and-drop</a>-Funktionalität des Betriebssystems auszunutzen. Aber auch in Bereichen wie <a href="CAD" title="CAD">CAD</a>-Zeichnen, Börse, Flugsicherung, Medizin oder Naturwissenschaft werden sehr häufig mehr als nur ein Monitor zur getrennten, übersichtlichen Darstellung der Daten verwendet.
</p><p>Üblicherweise hat man auf einem Schirm ein Anwendungsprogramm und auf dem zweiten Monitor ein Dateiverzeichnis oder einen Bildbrowser, über welche man Dokumente oder auch Textfragmente in die Anwendung zieht. Ein Wechsel zwischen den sich überlagernden Fenstern entfällt und beschleunigt so das parallele Arbeiten mit mehreren Programmen. Vor allem für Screen- bzw. <a href="Webdesigner" title="Webdesigner">Webdesigner</a> ist die Flächenaufteilung von zwei kleineren Monitoren oftmals sehr viel günstiger als die von einem sehr großen Monitor. Darüber hinaus bieten zwei oder mehr Monitore für Webdesigner die Möglichkeit eines einfachen Farb-Proofs: Die Monitore werden mit unterschiedlichen Kontrast- und Helligkeitswerten eingestellt, um die Darstellung auf verschiedenen, meist nicht kalibrierten Endgeräten zu überprüfen.
</p><p>Bei vielen Programmen lassen sich die Werkzeugpaletten aus dem Hauptfenster auf den zweiten Monitor auslagern, was eine übersichtlichere Darstellung und Vergrößerung des eigentlichen Arbeitsbereichs ermöglicht. Die Nutzung gestaltet sich also wie bei einem Monitor, der in zwei Monitore unterteilt wurde. Mit dem X-Window-System ist es zudem möglich, auch mehrere Desktops parallel für jeden Monitor zu betreiben. So lässt sich bspw. der Arbeitsbereich des einen Monitors aufgabenspezifisch komplett anpassen, ohne dabei systemweite Änderungen zu bewirken.
</p><p>Anders als bei der Bereichserweiterung ist der Software das Vorhandensein mehrerer Bildschirme bekannt. Einer von ihnen ist der Hauptbildschirm die meisten Programme werden zunächst dort oder auf dem Bildschirm mit dem Mauszeiger gestartet. Maximiert man Programme, werden diese nur auf dem Bildschirm maximiert, auf dem sie sich gerade befinden. Nicht maximierte Programme können sich über mehrere Bildschirme erstrecken. In dem Fall ist die Verwendung von Bildschirmen gleicher Pixeldichten wünschenswert. Da sich Fenster meist aber nur auf einem Bildschirm befinden, können für die Desktoperweiterung aber auch problemlos unterschiedliche Bildschirme gemischt werden.
</p><p><a href="Nvidia" title="Nvidia">Nvidia</a> nannte die Desktoperweiterung <i>DualView</i>, unter <a href="Windows_XP" class="mw-redirect" title="Windows XP">Windows XP</a> wird sie als <i>Anfügen</i> bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mehrschirmbetrieb">Mehrschirmbetrieb</h3></div>
<p>Im Gegensatz zur Erweiterung des Desktops um weitere Bildschirme ist es möglich, auf mehreren Bildschirmen wahlweise die identische oder unterschiedliche Ausgaben zu zeigen. Hierbei wird entweder der Inhalt des (Haupt-)Desktops repliziert, das heißt unverändert auf allen anderen Bildschirmen angezeigt, oder es wird etwas anderes dargestellt. Letzterer Modus ist insbesondere für Präsentationen interessant: Auf dem Hauptschirm (z. B. dem Laptopmonitor) kann der Redner die Präsentation einschließlich der angelegten Kommentare sehen, während auf der – nur für den Zuschauer sichtbaren – Videoprojektion nur die unkommentierten Präsentationsfolien sichtbar sind.
</p><p>Die einfachste Möglichkeit zum Anschluss mehrerer Monitore sind Multi-Head-Grafikkarten. Während Karten für bis zu vier Monitore heute Standard sind, sind im höheren Preissegment einzelne Grafikkarten für bis zu 16 Monitore erhältlich. AMD nennt die mit der <a href="ATI-Radeon-HD-5000-Serie" title="ATI-Radeon-HD-5000-Serie">HD-5000-Serie</a> eingeführte Funktion, mehr Bildschirme (je nach Modell maximal drei bis sechs) anzusteuern, <i>Eyefinity</i>. Zwei davon können einen beliebigen Anschluss oder Adapter verwenden, alle weiteren müssen über <a href="DisplayPort" title="DisplayPort">DisplayPort</a> oder einen <i>aktiven</i> Adapter (auch <i>Active-Mode-</i> oder <i>Eyefinity-Adapter</i> genannt) angeschlossen werden.
</p><p>Es lassen sich prinzipiell auch mehrere Standard-Grafikkarten in einem PC betreiben, wodurch problemlos auch mehr als zwei Monitore an einem Computer betrieben werden können. Grundsätzlich ist bei all diesen Lösungen mit Einschränkungen in Bezug auf die 3D-Funktionen zu rechnen.
</p><p>Eine Alternative zum Anschluss weiterer Monitore an einen Rechner sind Multi-Monitor-Programme. Diese ermöglichen die Verwendung eines Notebooks oder Tablet-PCs um den Bildschirm des Haupt-PCs zu erweitern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Mehrplatzrechner" title="Mehrplatzrechner">Mehrplatzrechner</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Multi-monitor?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Multi-monitor</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zoneos.com/zonescreen.htm">ZoneScreen</a> – Software zur Nutzung eines zweiten Computers oder PDAs als zweiten Bildschirm (<a href="Freeware" title="Freeware">Freeware</a>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.screenrecycler.com/">ScreenRecycler</a> – Multimonitorsoftware benutzt <a href="VNC" class="mw-redirect" title="VNC">VNC</a>, läuft unter <a href="Apple_Macintosh" class="mw-redirect" title="Apple Macintosh">Mac</a> (Shareware)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://dmx.sourceforge.net/">DMX</a> – ein Proxy-<a href="X_Window_System" title="X Window System">X-Server</a>, mit dem man mehrere X-Server in einem Display verwenden kann (Open Source)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.digitale-speisekarte.info/6-monitore-an-einem-computer">Bis zu 6 Monitore an einem PC</a> Anleitung für Windows 7</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter H. Ganten und Wulf Alex: <cite style="font-style:italic">Debian GNU/Linux Grundlagen, Einrichtung und Betrieb. Version etch</cite>. 1. Auflage. Springer, Berlin Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-73338-6, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>414</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Multi-Monitor&rft.au=Peter+H.+Ganten+und+Wulf+Alex&rft.btitle=Debian+GNU%2FLinux+Grundlagen%2C+Einrichtung+und+Betrieb.+Version+etch&rft.date=2007&rft.edition=1&rft.genre=book&rft.isbn=9783540733386&rft.pages=414&rft.place=Berlin+Heidelberg&rft.pub=Springer" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Jürgen Gulbins, Karl Obermayr und Snoopy: <cite style="font-style:italic">Linux: Konzepte, Kommandos, Oberflächen</cite>. 1. Auflage. Springer, Berlin Heidelberg 2003, ISBN 978-3-540-00815-6, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>636</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Multi-Monitor&rft.au=J%C3%BCrgen+Gulbins%2C+Karl+Obermayr+und+Snoopy&rft.btitle=Linux%3A+Konzepte%2C+Kommandos%2C+Oberfl%C3%A4chen&rft.date=2003&rft.edition=1&rft.genre=book&rft.isbn=9783540008156&rft.pages=636&rft.place=Berlin+Heidelberg&rft.pub=Springer" style="display:none"> </span></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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